Berliner Stadtwerke übernehmen 12‑MW-Windpark Diehlo-West und bauen Eigenerzeugung aus
Kommunaler Versorger übernimmt 12‑MW-Windpark und stärkt Eigenerzeugung
Die Berliner Stadtwerke haben das genehmigte und bereits in Bau befindliche Windprojekt Diehlo-West in Brandenburg von der JUWI GmbH übernommen. Mit zwei Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 12 MW ergänzt der kommunale Energieversorger sein Portfolio erneuerbarer Erzeugung und erhöht die eigene Kapazität auf 178,5 MW.
Der Windpark entsteht rund 90 Kilometer südöstlich von Berlin im Landkreis Oder‑Spree bei Eisenhüttenstadt. Geplant sind zwei Turbinen vom Typ Vestas V150 mit jeweils 6 MW Nennleistung und einer Nabenhöhe von 169 Metern. Der erwartete Jahresertrag liegt bei etwa 40 Millionen Kilowattstunden. Die Netzanbindung erfolgt über ein neues 110‑kV‑Umspannwerk, das für das Projekt errichtet wird.
Die Projektgesellschaft wurde zum 31. August 2026 von den Berliner Stadtwerken übernommen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für das dritte Quartal 2027 geplant. Mit dem Schritt setzen die Stadtwerke ihre Strategie fort, in der Innenstadt vorwiegend Photovoltaikprojekte zu realisieren und die Erzeugung im Umland durch Windparks zu ergänzen.
Hintergrund und Bedeutung
Die Berliner Stadtwerke wurden 2014 gegründet und sind eine Tochter der Berliner Wasserbetriebe. Seit Gründung haben sie nach eigenen Angaben mehr als 172 Millionen Euro in Projekte der erneuerbaren Energie investiert. Die Übernahme von Diehlo‑West ist Teil eines klaren Kurswechsels hin zu größerer eigener Erzeugung und mehr Versorgungssicherheit für die Hauptstadtregion.
JUWI, der Entwickler des Projekts, brachte Diehlo‑West bis zur Baureife und führte die Umsetzung bis zur Übergabe an die Stadtwerke. JUWI gehört zur MVV Energie AG und ist seit Jahrzehnten in der Entwicklung und Realisierung von Wind‑, Solar‑ und Speicherprojekten aktiv.
Für Berlin bedeutet die Kombination aus städtischen Photovoltaikprojekten und Windkraft im Umland nicht nur zusätzlichen Ökostrom, sondern auch einen weiteren Baustein zur Reduzierung von Netzeinspeiseschwankungen und zur Stärkung der lokalen Energieversorgung.