newsbezeichnung

Chemnitz warnt vor «falschem Weg» bei Solarstrom

06. April 2026

Chemnitz, 05.04.2026

Neuausrichtung der Solarförderung könnte Ausbau ausbremsen und lokale Arbeitsplätze gefährden

Der Chemnitzer Umweltdezernent Knut Kunze äußert deutliche Kritik an der von der Bundesregierung geplanten Neuausrichtung der Förderregeln für Solarstrom. Kunze befürchtet, dass die vorgesehenen Änderungen den Zubau von Photovoltaikanlagen verzögern und damit Energieversorgung, Klimaziele und Beschäftigung in der Region gefährden.

Aus Sicht der Stadt muss künftig stärker darauf geachtet werden, dass in Chemnitz erzeugter Strom auch vor Ort genutzt wird. Nur so lasse sich Versorgungssicherheit erhöhen und der Nutzen für lokale Wirtschaft und Beschäftigung maximieren, so Kunze. Die Stadt sieht insbesondere auf den Dächern der Plattenbauviertel noch großes Potenzial für Fotovoltaik, das nach schneller Umsetzung verlangt.

Volkmar Zschocke, Stadtrat der Grünen, wirbt ebenfalls für einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien. Zschocke betont, dass jede Verzögerung nicht nur Klimaziele infrage stellt, sondern auch Ausbildung und Arbeitsplätze in Handwerk und Montage schwächen kann.

Die Kritik richtet sich vor allem gegen bürokratische Hürden und mögliche finanzielle Verschiebungen, die Investoren verunsichern könnten. Kunze fordert transparente, verlässliche Regeln, mit denen Kommunen und lokale Unternehmen planen können. Nur so lasse sich die Transformation der Energieversorgung sozialverträglich und wirtschaftlich gestalten.

Die Stadtverwaltung kündigt an, konkrete Vorschläge vorzulegen, wie lokale Verbrauchsmodelle gestärkt und Dachflächen schneller für Solarprojekte nutzbar gemacht werden können. Damit wolle Chemnitz sicherstellen, dass Klimaschutz, wirtschaftliche Stabilität und Arbeitsplätze nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: freiepresse.de

Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs 07.04.2026