KfW zieht bei Sanierungskrediten die Zinsen an – Eigentümer müssen mit höheren Kosten rechnen
KfW erhöht Zinsen für Sanierungskredite
Berlin — Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat zum 27. August 2026 die Konditionen für mehrere Förderprogramme im Bereich Wohngebäude angepasst. Besonders betroffen sind die Sanierungskredite der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Eigentümerinnen und Eigentümer sollten prüfen, wie sich die höheren Zinssätze auf geplante Modernisierungen auswirken.
Welche Programme sind betroffen
Die Zinsanpassung betrifft vor allem die wohnwirtschaftlichen Förderprogramme BEG Wohngebäude Kredit 261 und BEG Nichtwohngebäude Kredit 263. Bereits kurz zuvor waren die Zinsen im Wohneigentumsprogramm 124 angehoben worden. Für eine Reihe weiterer Programme bleiben die Konditionen unverändert.
- Erhöht: BEG Wohngebäude – Kredit 261, BEG Nichtwohngebäude – Kredit 263
- Bereits erhöht: KfW-Wohneigentumsprogramm 124 (zum 24. August 2026)
- Unverändert bleiben unter anderem: WEF Wohneigentum für Familien 300, JkA Wohneigentum 308, KfN Neubauprogramme 296–298 sowie Förderung für genossenschaftliches Wohnen 134 und das Programm Altersgerecht Umbauen 159
Was das für Eigentümer bedeutet
Die KfW-Kredite gelten weiterhin als attraktive Finanzierungsbausteine, weil sie neben günstigen Zinsen oft Tilgungszuschüsse oder kombinierbare Zuschüsse von BAFA und KfW erlauben. Im Programm Wohngebäude Kredit 261 sind je Objekt Kredite bis zu 150 000 Euro möglich, beim Ergänzungskredit 358/359 bis zu 120 000 Euro. Für altersgerechte Umbauten stehen unter Programm 159 bis zu 50 000 Euro Kredit zur Verfügung.
Trotz der Zinserhöhung können Förderkredite die Gesamtkosten einer Sanierung deutlich senken. Allerdings erhöhen sich die Finanzierungskosten für Neubewilligungen, und geplante Vorhaben sollten daher neu kalkuliert werden. Wer zeitnah eine Sanierung plant, sollte Angebote einholen und Förderbedingungen vergleichen.
Praxisempfehlungen
- Prüfen, ob bereits beantragte Zusagen von der Änderung betroffen sind
- Alternative Förderkombinationen in Betracht ziehen, etwa Zuschussprogramme plus Ergänzungskredit
- Energieberater oder Fachhandwerk konsultieren, um Förderfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen zu klären
Die KfW und die Energieberatungsstellen bieten weitere Informationen zu den jeweiligen Programmen. Für viele Eigentümer bleibt die Förderung ein zentrales Instrument, um energetische Sanierungen überhaupt finanzierbar zu machen. Mit Blick auf die gestiegenen Zinsen gewinnt sorgfältige Planung jetzt noch mehr Bedeutung.