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Batteriehersteller rettet 990 Arbeitsplätze und kündigt Millioneninvestition an

10. Oktober 2026

Batteriehersteller sichert 990 Arbeitsplätze und kündigt umfassende Investitionen an

Ellwangen/Dischingen — Ein Traditionsbetrieb erhält eine zweite Chance: Die Haushaltsbatterie-Sparte des insolventen Konzerns wurde ausgegliedert und firmiert künftig als Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA. Nach Unternehmensangaben bleiben damit rund 990 Arbeitsplätze erhalten, und bis Ende 2028 sollen mehrere zehn Millionen Euro investiert werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.

Geschäftsführer Mark Munz bezeichnet die Neuaufstellung als Grundlage für eine langfristige Perspektive für die Mitarbeiter. «Für die Beschäftigten von Varta Consumer Batteries schafft die nun abgeschlossene Neuaufstellung eine langfristige Zukunftsperspektive. Alle bestehenden Arbeitsplätze bleiben erhalten», sagte Munz. Anspruchsrechte von Kunden und Garantien würden in vollem Umfang fortbestehen.

Die Ausgliederung wurde nach Unternehmensangaben durch die Unterstützung der wichtigsten Kreditgeber der früheren Gruppe sowie durch politische Gespräche möglich. Die Kernfinanzierer übernehmen sämtliche Gesellschaftsanteile an der neu gegründeten Einheit, weil sie in Marktposition, Produktportfolio und Produktionskapazitäten eine tragfähige wirtschaftliche Grundlage sehen.

Standorte, Beschäftigte und Produktion

Varta Consumer Batteries beschäftigt nach eigenen Angaben insgesamt etwa 990 Mitarbeiter, davon rund 820 in Deutschland und 170 im Ausland. Der größte Produktionsstandort liegt in Dischingen im Landkreis Heidenheim mit etwa 550 Beschäftigten, dort läuft die Produktion im Dreischichtbetrieb. Ellwangen bleibt vorwiegend Verwaltungsstandort.

Die Gemeinde reagierte mit Erleichterung: Dischingens Bürgermeister Dirk Schabel sprach von großer Bedeutung für die Region und lobte die nun geschaffene Zukunftsperspektive. Auch Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher zeigte sich zufrieden und betonte die Bedeutung der Arbeitsplatzsicherung für die Region.

Strategie und Ausblick

Das neue Unternehmen rechnet bis 2029 mit einem moderaten jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. Ein Schwerpunkt soll auf europäischen Märkten liegen, zugleich werden Chancen in Südamerika, Südostasien und Kanada geprüft. Zum Produktportfolio zählen nach Angaben des Herstellers Haushaltsbatterien, Knopfzellen, Hörgerätebatterien, Akkus, Powerbanks sowie Ladegeräte und weiteres Zubehör. Die Markenwurzeln der Gruppe reichen bis Ende des 19. Jahrhunderts zurück.

Die Ausgliederung beendet die Phase der Unsicherheit nach der Insolvenzmehrheit im Juli 2026 und schafft laut Unternehmensführung eine operative Basis für internationales Wachstum und Werterhalt der Produktionskapazitäten in Deutschland.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: bild.de
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