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Batterien statt Dunkelstrom: Kommunale Versorger treiben Energiespeicherung voran

10. Juni 2026

Kommunale Versorger setzen verstärkt auf Batteriespeicher

Berlin. Eine Umfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen VKU legt offen, dass Batteriespeicher für viele Stadtwerke und kommunale Energieversorger inzwischen zur strategischen Kerntechnologie gehören. Von 159 befragten Unternehmen arbeiten vier von zehn aktiv auf ein Speichersystem hin, viele weitere prüfen entsprechende Projekte.

Die Erhebungsdaten aus dem Zeitraum 21. April bis 22. Mai zeigen klare Schwerpunkte: 27 Prozent der Unternehmen befinden sich in der Planungsphase, 11 Prozent haben konkrete Umsetzungsprojekte gestartet, und 46 Prozent führen Prüfungen durch. Lediglich 16 Prozent gaben an, aktuell kein Interesse an Batteriespeichern zu haben.

Kapazitäten und Bedeutung

Die geplanten Anlagen variieren erheblich in der Größe. Rund ein Drittel der Projekte ist für 1 bis 5 Megawatt ausgelegt, ein weiteres Drittel für 5 bis 10 Megawatt. Für 23 Prozent der Vorhaben sind Kapazitäten zwischen 10 und 100 Megawatt vorgesehen, nur ein kleiner Anteil plant noch größere Anlagen.

  • 27 Prozent in Planung
  • 11 Prozent in Umsetzung
  • 46 Prozent in Prüfung
  • 16 Prozent ohne aktuelles Interesse

Auch die Einschätzung der Relevanz ist eindeutig: 35 Prozent der Befragten stuften Batteriespeicher als hoch oder sehr hoch ein, weitere 35 Prozent als mittlere Bedeutung. 24 Prozent sahen nur eine geringe Relevanz, vier Prozent gaben an, dass Speicher für ihr Geschäft keine Rolle spielen, zwei Prozent waren unsicher.

Warum Batteriespeicher wichtig sind

Batteriespeicher ermöglichen es, fluktuierenden erneuerbaren Strom — etwa Solarenergie — zu speichern und zeitversetzt zu nutzen. Das entlastet das Netz, erhöht die Versorgungssicherheit und schafft Spielräume für lokale Energieversorgungskonzepte. Aktuell besteht eine hohe Nachfrage nach Netzanschlüssen für Speicherprojekte, was den Ausbau zusätzlich beeinflussen kann.

Für kommunale Versorger bedeuten Batterieprojekte nicht nur technische Herausforderungen, sondern auch neue Chancen in der lokalen Energiewirtschaft: Sie können Netzengpässe abmildern, erneuerbare Erzeugung wirtschaftlicher integrieren und zusätzliche Geschäftsmodelle entwickeln.

Die Umfrage verdeutlicht, dass Batteriespeicher in vielen Kommunen von der Idee in Richtung Realisierung rücken. Entscheidend für den schnellen Ausbau bleibt jedoch die Verfügbarkeit von Netzanschlüssen und die politische Rahmensetzung auf Landes- und Bundesebene.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: morgenpost.de
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