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Brennstoffzellen in Serie: Reverion sichert 154 Millionen und plant Fabrik mit 800 Arbeitsplätzen

02. Oktober 2026

Startup sichert 154 Millionen und plant Serienfabrik mit 800 Arbeitsplätzen

Das bayerische Energie-Startup Reverion hat eine große Finanzierungsrunde abgeschlossen und will die Produktion seiner hocheffizienten Brennstoffzellen in die Großserie überführen. Investoren wie Kembara, Allianz, KfW Capital, Aurum Impact und Carbon Equity steuern zusammen 175 Millionen US-Dollar bei, um die Fertigung auszubauen und rund 800 neue Stellen zu schaffen.

Die Technologie basiert auf Forschung der Technischen Universität München und arbeitet ohne klassische Verbrennung: In Reverions Anlagen wird Gas in Strom verwandelt, ohne direkte Abgase, mit einer nach Firmenangaben erreichten thermischen Effizienz von 74,2 Prozent. Die Module sind in Containergröße ausgeführt und eignen sich damit vor allem für stationäre Kraftwerke und Speicherlösungen, nicht für Pkw.

Bemerkenswert an der Lösung ist die bidirektionale Fähigkeit der Zellen: Sie können aus Gas Strom erzeugen und umgekehrt Überschussstrom wieder in Gas zurückwandeln. Das macht die Technologie besonders interessant für eine wachsende Flotte fluktuierender Erneuerbarer Energien, weil so feste, abrufbare Stromquellen mit Speicherfunktion entstünden. «Was die Welt braucht, ist sauberer Strom auf Abruf», sagt Reverion-CEO Stephan Herrmann und betont die Bedeutung industrieller Serienfertigung für die Marktreife.

Der genaue Standort der geplanten Fabrik steht noch nicht fest. Reverion sucht Flächen mit guter Infrastruktur, Energieanschlüssen und Zugang zu Fachkräften; benötigt werden bis zu 100.000 Quadratmeter, davon etwa 30.000 für Hallen. Die Suche fokussiert auf Deutschland und Europa, wobei der Abstand zum bisherigen Sitz in Eresing bei München nicht zu groß sein soll. In Eresing wird bereits in kleinerem Maßstab produziert.

Für die angekündigten Stellen plant das Unternehmen vor allem gewerbliche Fachkräfte einzustellen: Monteure, Schweißer, Elektriker sowie Verwaltungs- und Produktionspersonal. Das Recruiting richtet sich gezielt an Blue-Collar-Profile; zugleich soll die Personalstrategie Erfahrung älterer Fachkräfte mit dem Tatendrang junger Talente verbinden. Der Einstellungsprozess wird nach Unternehmensangaben offen und praxistauglich gestaltet, mit Angeboten zu Standortbesichtigungen und Teamvorstellungen.

Reverion betont, dass eine Ausweitung der Produktion über eine Fabrik hinaus eine deutliche Kapital- und Organisationsfrage sei. Die aktuelle Series-B-Runde legt nach Unternehmensangaben den Grundstein für die Industrieproduktion, weitere Finanzierungsrunden zur Skalierung sind jedoch wahrscheinlich.

Standortangabe im Text: Eresing bei München, Bayern.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: businessinsider.de
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