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Energiebranche wirbt gezielt um Frauen für technische Berufe

10. März 2026

Energieunternehmen investieren in Nachwuchs: Frauen im Fokus

Wien — Immer mehr Energieversorger in Österreich setzen auf gezielte Maßnahmen, um junge Frauen für technische Ausbildungswege und Berufe zu gewinnen. Initiativen, Kampagnen und neue Lehrangebote sollen die historisch männlich dominierten Arbeitsfelder öffnen und Fachkräftelücken schließen.

Die Wiener Stadtwerke starteten anlässlich des Internationalen Frauentags eine Kampagne, die explizit weibliche Interessentinnen anspricht. Konzerne und Netzbetreiber betonen, dass technische Berufe attraktive Karriere- und Einkommensperspektiven bieten. Bei den Wiener Stadtwerken liegt der Anteil weiblicher Lehrlinge aktuell bei rund 30 Prozent, wie das Unternehmen unterstreicht.

Branchenweit bleibt der Frauenanteil jedoch begrenzt: In heimischen Energieunternehmen bewegen sich die Quoten meist im Bereich von rund 20 bis 25 Prozent, in Führungspositionen sind Frauen mit deutlich niedrigeren Anteilen vertreten. Vor diesem Hintergrund setzen mehrere Akteurinnen und Akteure auf Maßnahmen wie gezielte Rekrutierung, Mentoring-Programme, angepasste Ausbildungsangebote und eine bessere Sichtbarkeit weiblicher Vorbilder.

Konkrete Schritte für mehr Vielfalt

  • Gezielte Ansprache von Schulabsolventinnen durch Informationskampagnen und Tage der offenen Tür
  • Ausbau praxisorientierter Lehrgänge, etwa in Fernwärme- oder Netztechnik
  • Mentoring und Karriereförderung für junge Fachkräfte
  • Erhebung und Nutzung von Daten, um Einstellungsprozesse geschlechtergerechter zu gestalten

Vertreterinnen aus der Branche weisen darauf hin, dass die Öffnung technischer Berufe nicht nur dem Arbeitsmarkt nützt, sondern auch Innovationskraft und Betriebskultur stärkt. Wien bleibt dabei ein zentraler Standort für Pilotprojekte und Ausbildungsinitiativen, die als Vorbild für andere Regionen dienen sollen.

Die Unternehmen betonen, dass langfristig strukturelle Veränderungen nötig sind: Anpassungen in der Ausbildung, flexible Arbeitsmodelle und eine gezielte Förderung von Vorbildern sind Teil eines umfassenden Ansatzes, um den Wandel nachhaltig zu gestalten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: energate-messenger.de

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