EVM und Iqony gründen gemeinsame Gesellschaft zur Zusammenführung zweier Wärmenetze
Zwei lokale Wärmenetze sollen zu einem einheitlichen System verschmolzen werden
Die Energieversorgung Mittelrhein evm und die Iqony Energies GmbH haben am 3. September 2026 angekündigt, im Koblenzer Stadtteil Rauental künftig eng zusammenzuarbeiten. Geplant ist die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft, die die bislang getrennten Wärmenetze betreiben und technisch miteinander verbinden soll.
Die Partner haben das Vorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet. Nach eigenen Angaben zielt die Kooperation darauf ab, die Versorgungssicherheit zu erhöhen, betriebliche Abläufe zu optimieren und die Voraussetzungen für klimafreundliche Wärmelösungen vor Ort zu schaffen. Durch die Zusammenlegung erwarten beide Seiten Effizienzgewinne und eine bessere Auslastung vorhandener Infrastruktur.
- Geplante Maßnahme: Bildung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft zur Zusammenführung der Netze
- Behördlicher Schritt: Anmeldung beim Bundeskartellamt
- Erwarteter Effekt: gesteigerte Versorgungssicherheit, vereinfachte Betriebsführung, Potenzial für klimafreundliche Wärme
Konkrete Zeitpläne und finanzielle Details nannten die Unternehmen in ihrer Mitteilung bislang nicht. Die Initiative reiht sich in eine Reihe regionaler Projekte ein, mit denen Energieversorger Netze konsolidieren, Synergien heben und die Wärmewende vor Ort vorantreiben wollen.
Hintergrund: Iqony ist in Deutschland mit Projekten wie Großwärmespeichern und Geothermie aktiv. Die evm betreibt seit Jahren Wärme- und Strominfrastruktur im Mittelrheingebiet. Eine erfolgreiche Zusammenführung der Netze im Rauental könnte als Modell für ähnliche Kooperationen in anderen Städten dienen.