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IEA warnt vor womöglich schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten

29. März 2026

Welt droht laut IEA die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten

Die Internationale Energieagentur sieht die globale Energieversorgung durch den Krieg im Nahen Osten und die Störungen in der Straße von Hormus massiv bedroht. IEA-Chef Fatih Birol mahnte bei einer Debatte in Sydney, bereits seien Millionen Barrel Öl pro Tag verloren gegangen, deutlich mehr als bei den großen Ölkrisen der 1970er-Jahre.

Birol verglich die Lage mit einer Kombination aus mehreren Schocks: zwei Ölkrisen gekoppelt mit einem Gaskollaps. «Kein Land wird von den Auswirkungen dieser Krise verschont bleiben, wenn sie sich weiter in diese Richtung entwickelt», sagte er und forderte koordinierte internationale Gegenmaßnahmen, um die wirtschaftlichen Folgen abzumildern.

Als erste Reaktion hatten Staaten der IEA Mitte März bereits 426 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigegeben, um Engpässe zu lindern und Preisausschläge zu dämpfen. Darüber hinaus rät die Agentur zu Verbrauchsreduktionen, etwa durch deutlich mehr Homeoffice und niedrigere Tempolimits, um den Druck auf die Märkte zu senken.

Hintergrund sind Angriffe auf Energieanlagen, reduzierte Fördermengen und geopolitische Unsicherheit, die Lieferketten belasten. Experten warnen, anhaltend hohe Energiepreise könnten Inflation befeuern, die Industrie belasten und politische Spannungen verstärken.

Die IEA appellierte an Regierungen und Verbrauchende, rasch zu handeln. Birol äußerte die Hoffnung, dass diplomatische Bemühungen die Blockaden lösen und die Lage beruhigen könnten, mahnte aber zugleich zur Vorbereitung auf eine längere Phase erhöhter Preise.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: tagesschau.de

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