Interkommunale Allianz für Windenergie soll Wertschöpfung vor Ort sichern
Interkommunale Kooperation sichert regionale Wertschöpfung aus Windenergie
Hallenberg, 10. August 2026 – Die Stadt Hallenberg und die Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG haben den offiziellen Startschuss für die Entwicklung eines neuen Windparks im nordwestlichen Grenzbereich zwischen Hallenberg und Winterberg gegeben. Nach einem einstimmigen Beschluss des Hallenberger Stadtrats wurden die Verträge zur Nutzung städtischer Flächen unterzeichnet; damit beginnt die konkrete Projektentwicklung auf Hallenberger Gebiet.
Die Entscheidung folgt auf ein Interessenbekundungsverfahren, an dem neun Anbieter teilgenommen haben. Ein Lenkungsgremium mit Vertretern aller Ratsfraktionen sowie das auf erneuerbare Energien spezialisierte Büro J+P aus Dautphetal bewerteten die eingereichten Konzepte nach wirtschaftlichen Kriterien, Zeitplänen, Umweltstandards und Modellen zur lokalen Stromnutzung. Als wirtschaftlichster und verlässlichster Partner überzeugte die Stadtwerke Winterberg Energie GmbH & Co. KG.
Bürgernahe Beteiligung und Umweltschutz standen bei der Auswahl im Vordergrund. Neben der Höhe des jährlichen Nutzungsentgelts flossen verbindliche Vorgaben zu Bürgerbeteiligung, ein fester Zeitplan und Maßnahmen zur ökologischen Sorgfalt in die Bewertung ein. Die Kooperationspartner betonen, dass die regionale Wertschöpfung in der Region verbleiben und direkt den Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekommen soll.
Der Hallenberger Bürgermeister Enrico Eppner unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit: «Mit der Stadtwerke Winterberg Energie haben wir einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien ökologisch verantwortungsbewusst und wirtschaftlich effizient zu gestalten.»
Auf Winterberger Seite laufen bereits seit dem vergangenen Jahr erste Projektentwicklungen; Vorbescheide wurden dort bewilligt. Die aktuellen Vertragsabschlüsse in Hallenberg ermöglichen nun eine beschleunigte, interkommunale Projektentwicklung. Dr. Norbert Menke, Geschäftsführer der Stadtwerke Winterberg Energie, kündigte an, die umfangreichen Vorarbeiten weiterzuführen und bis zum Jahresende die Genehmigungsfähigkeit anstreben zu wollen. «Unsere langjährige Erfahrung in der Energieversorgung wollen wir nutzen, damit der erzeugte Strom möglichst regional verwendet wird und die Attraktivität der Region gestärkt wird», so Menke.
Um die Bevölkerung frühzeitig einzubinden, planen die Stadt Hallenberg und die Stadtwerke Winterberg Energie noch im Herbst eine öffentliche Informationsveranstaltung, in der Projektstand, Zeitplan und Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt werden sollen.

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