Iran-Krieg treibt Kosten im Gastgewerbe: Küchen und Hotels spüren die Folgen
Gastgewerbe sieht sich steigenden Energie- und Lebensmittelkosten gegenüber
Berlin, 23. März 2026 — Der anhaltende Krieg im Nahen Osten belastet die weltweiten Lieferketten und treibt insbesondere Energie- und Lebensmittelpreise nach oben. Experten warnen, dass die Störungen in Öl- und Gaslieferungen aus der Golfregion monatelange bis jahrelange Folgen haben könnten, mit direkten Konsequenzen für Restaurants, Cafés und Hotels in Deutschland.
Die Internationale Energieagentur schätzt, dass die Lieferausfälle erheblich sind und die Wiederherstellung vor Ort Monate dauern kann. Schäden an Förderanlagen und Raffinerien, so berichten Energieunternehmen, werden teilweise erst über Jahre zu beheben sein. Für Betriebskosten im Gastgewerbe bedeutet das steigende Unsicherheit bei Preisen für Gas, Strom und Transport.
Welche Produkte und Kosten betroffen sind
Ökonomen erwarten deutliche Preissteigerungen vor allem bei energieintensiven Lebensmitteln wie Backwaren, Milchprodukten und verarbeiteten Tiefkühlwaren. Auch Waren mit langen Lieferwegen wie Fisch und Frisches werden voraussichtlich teurer, da Logistik- und Beschaffungskosten steigen. Hohe Düngerpreise verteuern Grundstoffe wie Getreide, Mais, Soja und Reis und können mittelbar auch Fleischpreise erhöhen.
Zugleich drücken höhere Energiepreise direkt auf die Betriebskosten von Küchen und Unterkünften. Große Strom- und Gasverbraucher wie Herde, Kühlanlagen und Heizungen machen einen erheblichen Anteil der monatlichen Ausgaben aus. Länger anhaltende Versorgungsengpässe oder teurere LNG-Lieferungen würden die Margen vieler Betriebe deutlich schmälern.
Politische Reaktionen und Marktentwicklungen
Auf EU-Ebene diskutieren Verantwortliche Maßnahmen zur Entspannung der Nachfrage, etwa eine vorübergehende Anpassung der Füllziele für Gasspeicher. Parallel betonen Behörden, dass Diversifizierung und heimische Energiequellen die Versorgungssicherheit gegenüber früheren Krisen verbessert haben. Dennoch bleibt das Preisrisiko real und wirkt sich branchenübergreifend aus.
Was Betriebe jetzt tun sollten
- Energieverträge prüfen und auf Laufzeiten sowie Preisbindungen achten
- Energieverbrauch im Betrieb analysieren und Einsparpotenziale bei Küche, Kühlung und Heizung heben
- Einkaufskonditionen und Lieferketten regelmäßig überprüfen und Preisentwicklungen eng verfolgen
- Kalkulationen anpassen und Preisanpassungen strategisch vorbereiten, um kurzfristige Schocks abzufedern
Eine vorausschauende Planung und gezielte Effizienzmaßnahmen können helfen, den wachsenden Kostendruck zu mindern. Für viele Betriebe dürfte es jedoch notwendig sein, Investitionen in Energieeffizienz und eine engere Kontrolle der Wareneinsatzkosten stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

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