Leichte Entspannung auf dem saarländischen Arbeitsmarkt: Fachkräfte weiter gefragt
Arbeitslosigkeit im Februar leicht gesunken
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar moderat zurückgegangen. Nach Angaben der Arbeitsagentur lag die registrierte Zahl bei rund 39 500 Personen und damit etwa 300 unter dem Wert vom Januar. Die Arbeitslosenquote wird mit 7,4 Prozent angegeben.
Im Saarland fällt insbesondere auf, dass vermehrt jüngere Absolventinnen und Absolventen von dreieinhalbjährigen Ausbildungen die Statistik beeinflussen. Heidrun Schulz, Leiterin der Regionaldirektion, führt den Rückgang teilweise auf das Ende anspruchsvoller Berufsausbildungen zurück. Diese Fachkräfte dürften nach Einschätzung der Arbeitsagentur nur kurz nach Stellen suchen müssen, denn der Bedarf an qualifiziertem Personal bleibt hoch.
Mehr offene Stellen, verschobene Nachfrage
Parallel zur sinkenden Arbeitslosigkeit stieg die Zahl gemeldeter Stellen an. Im Februar meldeten Arbeitgeber der Agentur für Arbeit etwa 500 zusätzliche freie Stellen, sodass insgesamt rund 1 600 Angebote verzeichnet wurden. Besonders gefragt sind Beschäftigte in der Zeitarbeit, im Gesundheitswesen, im öffentlichen Dienst und in Dienstleistungsberufen. Dagegen gingen die gemeldeten Angebote im verarbeitenden Gewerbe und im Einzelhandel zurück.
Die Entwicklungen deuten auf einen Arbeitsmarkt mit regionalen Verschiebungen hin: Zwar verbessert sich die Lage insgesamt leicht, gleichzeitig bleiben Engpässe bei qualifizierten Kräften bestehen. Für viele der neu ausgebildeten Fachkräfte bestehen daher gute Chancen, zügig eine Beschäftigung zu finden.
Bedeutung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber
- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung profitieren von einer erhöhten Nachfrage nach Fachkräften.
- Unternehmen suchen vor allem Spezialistinnen und Spezialisten, während unqualifizierte Stellen weniger stark nachgefragt werden.
- Regionale Unterschiede bleiben bestehen: In einigen Kommunen entstehen neue Jobs, in anderen fallen Stellen weg.
Die Zahlen und Einschätzungen stammen von der Regionaldirektion und der Bundesagentur für Arbeit. Relevante Thismen wie Vereinfachungen bei der Arbeitsaufnahme für Asylbewerberinnen und Asylbewerber oder saisonale Schwankungen wurden ebenfalls diskutiert.
Saarland