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Mammutprojekt der Stadtwerke erreicht finale Testphase und steuert auf Inbetriebnahme zu

16. August 2026

Entscheidende Etappe für klimafreundliche Wärmeversorgung erreicht

Bad Salzuflen. Die Stadtwerke Bad Salzuflen melden einen entscheidenden Fortschritt bei ihrem größten Energieprojekt: Die Umstellung der lokalen Wärmeversorgung auf hocheffiziente, klimafreundliche Technik tritt in die finale Testphase ein. Nach Angaben der Stadtwerke wurden die zentralen Komponenten planmäßig installiert und der 1500 Kubikmeter fassende Wärmespeicher komplett befüllt.

Im Zentrum des Projekts stehen drei innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen iKWK, die Blockheizkraftwerke mit Großwärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage verknüpfen. Überschüssiger Strom aus Wind und Sonne soll so direkt in Wärme für Haushalte umgewandelt werden. Die Großwärmepumpen nutzen die Restwärme aus dem geklärten Abwasser der städtischen Kläranlage und werden ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Die Stadtwerke schätzen die jährliche CO2-Einsparung auf rund 17 000 Tonnen.

Geschäftsführer Volker Stammer betont die Vorteile für die Region: «Wenn Wind und Sonne viel Strom liefern, können wir diese Energie unmittelbar für die Wärmeversorgung unserer Haushalte nutzen.» Zudem entstehe regionale Wertschöpfung und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen nehme ab.

Intensiver Probebetrieb bis Herbst

Bis Ende August sollen die Großwärmepumpen, die Power-to-Heat-Einheit und das Blockheizkraftwerk im Rahmen eines intensiven Probelaufs auf Herz und Nieren geprüft werden. Ein bereits erzielter Meilenstein ist die vollständige Befüllung des Wärmespeichers, die nach Angaben der Stadtwerke die technischen Voraussetzungen für die Testphase geschaffen hat.

Nach erfolgreichem Probebetrieb ist die offizielle Inbetriebnahme der ersten iKWK-Anlage im Herbst geplant. Zwei weitere Anlagen sollen noch in diesem Jahr folgen, zeitlich versetzt. Teil des Vorhabens ist auch der Austausch der BHKW-Anlagen in den Heizkraftwerken Staatsbad und Hoffmann, um die Infrastruktur zukunftssicher zu machen. Läuft alles nach Plan, ist der Projektabschluss für November vorgesehen.

Ausblick und Bedeutung für die Stadt

  • Erhöhte Versorgungssicherheit durch lokale, dezentrale Erzeugung
  • Wirtschaftliche Stärkung und Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
  • Deutliche CO2-Reduktion durch Nutzung von Abwasserwärme und Ökostrom

Die Stadtwerke sehen das Mammutprojekt als Schlüssel für die Energiewende vor Ort und als Modell für ähnliche Vorhaben in der Region. Für Bad Salzuflen bedeutet die Fertigstellung nicht nur modernisierte Technik, sondern auch einen spürbaren Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: lz.de
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