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Siemens und Reinhausen entwickeln Halbleitertransformatoren für leistungsfähige KI-Rechenzentren

17. August 2026

Neue Partnerschaft will Energieversorgung für KI-Rechenzentren grundlegend modernisieren

Siemens und die Reinhausen GmbH haben eine strategische Kooperation angekündigt, mit der sie die Energieinfrastruktur für die wachsende Zahl energieintensiver KI-Rechenzentren neu gestalten wollen. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Serienentwicklung eines Halbleitertransformators, auch Solid State Transformer (SST) genannt, der höhere Effizienz, direkte Gleichstromumwandlung und kompaktere Anlagen verspricht.

Die Partner betonen, dass SSTs Rechenzentren ermöglichen sollen, extrem dynamische Lastwechsel besser zu verkraften und die Stromversorgung deutlich flexibler zu steuern. Das reduziert Ausfallrisiken bei plötzlichen Leistungsspitzen und schafft Raum für eine effizientere Kühlung und kompaktere Rack-Layouts.

Stephan May, CEO Electrification and Automation bei Siemens, wird mit den Worten zitiert: «Die Kombination unserer Kompetenzen wird die Energieversorgungslösungen für KI-Rechenzentren weltweit prägen. Halbleitertransformatoren sind für diese großen und energieintensiven Anlagen von entscheidender Bedeutung.»

Wilfried Breuer, Sprecher der Geschäftsführung bei Reinhausen, unterstreicht die Rolle seines Unternehmens: «Mit unserem langjährigen Know-how in Stromqualität und Netzstabilität sind wir der passende Partner für den Übergang zu neuen Energieparadigmen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Siemens diesen Wandel aktiv mitzugestalten.»

Technik und Einsatzfelder

Ein SST verbindet klassische Transformatorprinzipien mit moderner Leistungselektronik und digitaler Regelung. Damit lässt sich die Stromzufuhr in Echtzeit überwachen und aktiv steuern, was insbesondere bei den schnellen Lastwechseln in KI-Rechenzentren von Vorteil ist. SSTs ergänzen nach heutigem Stand konventionelle Transformatoren: Während traditionelle Geräte zuverlässig in festen Bandbreiten arbeiten, liefern SSTs hochdynamische Steuerung und höhere Leistungsdichte dort, wo sie gebraucht wird.

Für Siemens bringt die Kooperation Kompetenzen in Netzintegration, Leistungswandlung, Schutz- und Regelungstechnik, für Reinhausen fließt Expertise in Spannungsregelung, Leistungselektronik und Digitalisierung ein. Gemeinsam soll ein marktreifer SST entstehen, der international eingesetzt werden kann.

Wirtschaftliche Bedeutung

Rechenzentren zählen zu den anspruchsvollsten Verbrauchern im Stromnetz. Extreme Lastsprünge können Server, Speicher und Kühlsysteme beeinträchtigen und so die Performance ganzer Anlagen gefährden. Deshalb werden Transformatoren und deren Regelung zu strategischen Bausteinen der Infrastruktur. Effizientere, dynamisch regelbare Lösungen können die Verfügbarkeit verbessern und Betriebskosten senken.

Die Partnerschaft von Siemens und Reinhausen signalisiert, dass Industrie und Energieversorgung verstärkt auf die Anforderungen des KI-Zeitalters reagieren. Insbesondere Betreiber großer Rechenzentren dürften die angekündigten Lösungen aufmerksam verfolgen.

Zum Unternehmen Reinhausen

Reinhausen ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz in Regensburg und internationaler Präsenz. Das Unternehmen liefert Spannungsregelungs- und Stromversorgungslösungen und bringt umfangreiche Erfahrung in Leistungselektronik und Digitalisierung in die Partnerschaft ein.

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