Spatenstich in Wilhelmshaven für 50-Megawatt-Batteriespeicher soll Netzstabilität stärken
Neuer 50-Megawatt-Speicher soll Netzschwankungen ausgleichen
Am ehemaligen Kraftwerksstandort in Wilhelmshaven haben Uniper und NGEN den offiziellen Spatenstich für einen 50-Megawatt-Batteriespeicher gesetzt. Die Anlage soll als Puffersystem dienen und kurzfristige Schwankungen im Stromnetz abfangen, wenn Windkraft und Solaranlagen wenig oder gar keinen Strom liefern.
Der Speicher kann in Spitzenzeiten Energie aufnehmen und bei Bedarf schnell wieder einspeisen. Laut Betreiber ist das Projekt Teil einer Strategie, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Integration erneuerbarer Energien in die stabile Netzführung zu verbessern.
Direkt neben der Batteriespeicheranlage ist zudem der Bau eines Solarparks geplant. Die Kombination aus Photovoltaik vor Ort und großem Zwischenspeicher soll die lokale Energiebilanz stärken und das frühere Kraftwerksgelände einer neuen, klimafreundlichen Nutzung zuführen.
Das Kraftwerk Wilhelmshaven war im Dezember 2021 stillgelegt. Seither treibt Uniper die Umnutzung des Standorts sowie die Entwicklung neuer Energieprojekte voran, um Industrieflächen für die Energiewende zu nutzen.
Parallel läuft an anderen Stellen der Region ein Forschungsprojekt der Jade Hochschule gemeinsam mit dem Netzbetreiber Tennet. Dort geht es um die Sicherheit kritischer Infrastruktur und darum, wie Speicher und Netze resilienter gegen Störungen gestaltet werden können.
- Leistung: 50 Megawatt
- Träger: Uniper und NGEN
- Standort: ehemaliges Kraftwerksgelände in Wilhelmshaven
- Ergänzung: angrenzender Solarpark geplant
- Ziel: Ausgleich von Netzschwankungen und Erhöhung der Versorgungssicherheit
Das Projekt steht zugleich für die wirtschaftliche Bedeutung neuer Energieinfrastruktur vor Ort, etwa auch im Kontext geplanter Abgaben und Steuereinnahmen durch Offshore-Projekte ab 2026.