Thüga Smartservice startet KI Plattform «SKIP» für Stadtwerke und Energieversorger
KI Plattform «SKIP» soll kommunale Energieversorgung effizienter machen
Die Thüga Smartservice GmbH hat ein eigenes Angebot für Künstliche Intelligenz angekündigt, das gezielt auf Stadtwerke und regionale Energieversorger zugeschnitten ist. Unter dem Namen «SKIP» steht eine Plattform bereit, die KI Agenten in bestehende IT Landschaften integriert und Aufgaben von der Prozessautomatisierung bis zur Unterstützung von Netzbetrieb und Kundenservice übernehmen soll.
Entwicklungspartner ist das Münchner Unternehmen Knowway GmbH. Laut Thüga Smartservice zielt das Projekt darauf ab, Abläufe in Kommunalunternehmen zu verschlanken, zeitkritische Entscheidungen im Netzbetrieb zu erleichtern und Routineaufgaben durch automatisierte Agenten zu übernehmen. Die Plattform sei so konzipiert, dass sie sich in vorhandene Systeme einbindet, ohne grundlegende Infrastruktur ersetzen zu müssen.
Für Stadtwerke könnte SKIP mehrere praktische Vorteile bringen: schnellere Auswertung von Messdaten, automatisierte Erstbearbeitung von Kundenanfragen und assistierende Funktionen für die Betriebsführung. Damit will Thüga Smartservice neben dem bereits laufenden Steuerungsrollout einen weiteren Baustein zur Digitalisierung kommunaler Versorger liefern.
Hintergrund sind wachsende Anforderungen an Flexibilität und Effizienz in Verteilnetzen, etwa durch die Zunahme dezentraler Erzeugung und neue Regelungsaufgaben. Plattformlösungen wie SKIP sollen helfen, Personalressourcen zu entlasten und Reaktionszeiten zu verkürzen. Kritische Fragen zu Datensicherheit, Transparenz der KI Entscheidungen und regulatorischen Vorgaben begleiten die Einführung solcher Systeme und bleiben Teil der praktischen Erprobung.
Thüga Smartservice betont, dass SKIP als modulare Lösung gedacht ist; Pilotprojekte und gestaffelte Rollouts sollen den Praxiseinsatz prüfen und an lokale Anforderungen anpassen. Die Partnerschaft mit Knowway unterstreicht den Anspruch, Technologiekompetenz aus dem Softwarebereich mit der Versorgererfahrung der Thüga Gruppe zu verbinden.
Insgesamt liefert die Ankündigung ein Signal dafür, dass kommunale Energieversorger verstärkt auf KI gestützte Werkzeuge setzen, um die Transformation der Netze und der Kundenprozesse zu bewältigen. München wird als Standort des Entwicklungspartners genannt, betroffene Stadtwerke in Deutschland dürften die Plattform in den kommenden Monaten testen.