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Green Jobs erreichen Rekordniveau: Klimaschutz formt den Arbeitsmarkt

29. Mai 2026

Anteil der Stellenanzeigen mit Klima- und Nachhaltigkeitsbezug steigt auf 27 Prozent

Die Nachfrage nach Positionen mit Fokus auf Klimaschutz, Ressourcenschonung und Energiewende erreicht neue Höchstwerte. Eine Analyse von karriere.at zeigt, dass 2025 in 27 Prozent aller veröffentlichten Stellenanzeigen mindestens ein von 28 definierten Begriffen aus dem Bereich Green Jobs vorkam. Damit wurde der bisher höchste Wert registriert.

Am häufigsten tauchte das Wort nachhaltig auf: 2025 wurde es in rund 20 Prozent aller Inserate verwendet. Selbst ohne Berücksichtigung dieses Schlüsselworts ist ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar: Der Green-Job-Anteil stieg von vier Prozent im Jahr 2020 auf zwölf Prozent im Jahr 2025. Mit dem Begriff nachhaltig gerechnet erhöhte sich der Wert im selben Zeitraum von elf auf 27 Prozent.

Zu den weiteren Schlagworten zählen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und umweltfreundlich. Bei den erneuerbaren Energieträgern führt Photovoltaik die Nennungsliste an, gefolgt von Wasserkraft, Biomasse, Windkraft, Solarenergie und Geothermie. Begriffe rund um Elektromobilität und Mobilitätswende erscheinen bislang seltener in Ausschreibungen.

Technische Berufe an der Spitze

Die meisten Green Jobs finden sich im Bereich Technik und Ingenieurwesen: In diesem Berufsfeld enthielten 35 Prozent der Inserate mindestens einen der untersuchten Begriffe. Typische Ausschreibungen reichen von Elektrotechnikerin über Facharbeiterin im Gleisbau bis hin zu spezialisierten Rollen wie Green Hydrogen Automation Engineer.

Auch in Wissenschaft und Forschung ist der Anteil hoch: Etwa jedes dritte Inserat in diesem Bereich weist Nachhaltigkeitsbezug auf. Gesuchte Profile umfassen etwa Research Engineers für Batteriespeichersysteme, PhD Positionen im Bereich Circular Bioengineering oder Spezialistinnen für Energietechnologie.

Wandel klassischer Berufsbilder

Georg Konjovic, CEO von karriere.at, fasst die Entwicklung zusammen: «Die Dekarbonisierung ist eine der wesentlichen Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Das bringt einen Wandel klassischer Berufsfelder mit sich und schafft gleichzeitig neue Tätigkeitsbereiche. Insgesamt sehen wir eine deutlich steigende Relevanz von Green Jobs.»

Die Analyse weist zudem darauf hin, dass Begriffe wie Revitalisierung und thermische Sanierung bislang seltener in Stellenanzeigen auftauchen. Für Bewerbende und Unternehmen bedeutet der Trend eine wachsende Bedeutung ökologischer Kompetenzfelder bei der Personalplanung und Karriereentwicklung.

Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Arbeitsmarktakteure stehen damit vor der Aufgabe, Aus- und Weiterbildungsangebote stärker an den Anforderungen der Energiewende und der nachhaltigen Transformation auszurichten, um Fachkräfte gezielt für die grüne Ökonomie zu qualifizieren.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: leadersnet.at

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