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Hamburg an der Spitze beim Ladenetz: 1.440 neue öffentliche Ladepunkte binnen Jahresfrist

29. Mai 2026

Ladeinfrastruktur wächst rasant

Hamburg hat innerhalb eines Jahres 1.440 öffentliche Ladepunkte neu bereitgestellt und kommt damit auf 5.063 öffentlich zugängliche Anschlüsse. Nach Angaben der Hamburger Energienetze, gestützt auf Zahlen der Bundesnetzagentur, liegt die Hansestadt damit bundesweit an der Spitze beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Zwischen April 2025 und April 2026 stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte in Hamburg um 40 Prozent, während der bundesweite Zuwachs im gleichen Zeitraum bei 28 Prozent lag. Träger des schnellen Ausbaus ist ein seit 2025 laufendes Konzessionsverfahren, bei dem neben den städtischen Hamburger Energiewerken Mobil GmbH sechs private Betreiber neue Ladeinfrastruktur errichten.

  • Mehr als 1.300 neue Ladepunkte wurden allein im öffentlichen Raum angeschlossen.
  • Auf privaten Flächen kamen zwischen 2024 und 2025 rund 6.400 Ladepunkte hinzu.
  • Insgesamt gibt es in Hamburg damit fast 29.000 private Ladepunkte, darunter Wallboxen an Wohngebäuden sowie Ladeeinrichtungen auf Parkplätzen von Unternehmen, Hotels und Supermärkten.

Der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks betont, dass die Nachfrage spürbar sei und die Antriebswende nur mit einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur gelingen könne «Die Nachfrage ist real» lautet sein Fazit. Zum 31. März 2026 waren in der Stadt 45.422 batterieelektrische Pkw und 30.345 Plug-in-Hybride registriert.

Den schnellen Ausbau führen die Hamburger Energienetze auch auf digitalisierte Prozesse zurück. Über das Hausanschluss-Portal Hamburg können Betreiber den Anschluss digital beantragen; Anschlussangebote für einzelne Ladepunkte würden demnach meist innerhalb von etwa zehn Tagen erstellt, bei größeren Ladeparks in rund vier Wochen. Für Betrieb und Steuerung setzt das Unternehmen auf die Plattform «e-Round», die Abrechnungsdaten verarbeitet, Ladevorgänge steuert und Auswertungen zur Auslastung liefert. Die so gewonnenen Daten unterstützen die Hamburger Wirtschaftsbehörde bei der Planung weiterer Ausbaugebiete.

Die Entwicklung macht deutlich, dass Hamburg nicht nur bei den Zahlen voranschreitet, sondern auch bei Prozessen und Steuerungstechnologie, um die Mobilitätswende in der Stadt alltagsfähig zu machen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: energie-und-management.de

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