Neue Gashochdruckleitung unter Ostwestfalendamm sichert Versorgung in Gadderbaum
Neue Gashochdruckleitung unter Ostwestfalendamm wird per Spülbohrung verlegt
Bielefeld-Gadderbaum. Die Stadtwerke Bielefeld haben mit der Verlegung einer rund 570 Meter langen Stahlrohrverbindung begonnen, um eine zentrale Gashochdruckleitung im Bereich des Botanischen Gartens auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Arbeiten sollen die Versorgungssicherheit für Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen stärken, ohne den Straßen- oder Bahnverkehr zu beeinträchtigen.
Die neue Leitung wird in unmittelbarer Nähe zur bisherigen Versorgungstrasse verlegt. Zur Minimierung von Eingriffen in den Verkehr setzen die Stadtwerke auf das gesteuerte Spülbohrverfahren (Horizontal Directional Drilling, HDD): Rohrsegmente werden unterhalb der Bahngleise und des Ostwestfalendamms hindurchgezogen, sodass auf durchgehende Aufgrabungen verzichtet werden kann.
Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt reicht von der Mittelinsel der OWD-Auffahrt Johannistal bis zum Johannisfriedhof, der zweite Abschnitt von Bolbrinkersweg bis zur Mittelinsel der OWD-Auffahrt Johannistal. In dieser Woche startete bereits die erste Spülbohrung vom Ostwestfalendamm in Richtung Johannisfriedhof. Die Stahlrohre werden auf dem Johannisfriedhof und auf dem Oetker-Gelände zu einer durchgehenden Leitung verschweißt. Die Bohrkurven wurden von einem Ingenieurbüro berechnet und von der Deutschen Bahn genehmigt.
Hintergrund der Maßnahme ist die bestehende Gashochdruckleitung, die in einem verfüllten, ehemaligen Fußgängertunnel verläuft und nicht mehr sanierungsfähig ist. Ein Ersatz ist nach Angaben der Stadtwerke notwendig, um das Ausfallrisiko zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit des Netzes langfristig zu sichern. Es gehe dabei nicht um einen Ausbau des Netzes, sondern um den verlässlichen Betrieb in Zeiten der Energiewende.
Zur Planung erklärt Nils Neusel-Lange, Geschäftsführer der Bielefelder Netz GmbH: «Unser Anspruch ist, Bauprojekte so zu planen, dass sie möglichst wenig Beeinträchtigungen erzeugen und Einfluss auf den Verkehr nehmen. Die unterirdische Verlegung ist dafür ein wichtiger Baustein – sie verbindet technische Anforderungen mit einer effizienten Umsetzung.» Die Stadtwerke betonen, dass sowohl der Bahnverkehr als auch der Verkehr auf dem Ostwestfalendamm von den Arbeiten unbeeinträchtigt bleiben sollen.
Vor Ort werden während der Bauzeit temporäre Arbeitsflächen eingerichtet; Anwohnerinnen und Anwohner werden durch die Stadtwerke über einzelne Arbeitsschritte informiert. Die Maßnahmen sollen die Versorgungssicherheit in Gadderbaum dauerhaft erhöhen und das Risiko größerer Störungen deutlich verringern.

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