Stadtwerke bauen Fernwärmenetz in Pößneck aus – 650 Meter neue Trasse bis Jahresende
Fernwärmenetz wird in mehreren Bauabschnitten erweitert
Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck fahren planmäßig mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes in Pößneck fort. In mehreren Etappen sollen rund 650 Meter neue Rohrtrasse verlegt werden, um zusätzliches Bauland und öffentliche Einrichtungen komfortabel und zuverlässig mit zentraler Wärme zu versorgen.
Seit Oktober laufen Leitungsarbeiten im Wernburger Weg, in der Tuchmacherstraße und in der Bergstraße. Parallel modernisieren die Stadtwerke Jena Netze vorhandene Niederspannungsleitungen und die zugehörigen Hausanschlüsse, damit die Anbindung reibungslos gelingt.
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf den Abschnitt von der Turmstraße bis zum Schillerplatz. Bis Anfang Juni soll unter anderem das Verwaltungsgebäude der kommunalen Wohnungsgesellschaft GWG Pößneck an die neue Trasse angeschlossen werden. Anschließend wird in der Turmstraße weitergearbeitet. Bis Jahresende sind weitere Leitungsverlegungen sowie Erneuerungen und Kapazitätserweiterungen im Bereich Schillerplatz über Straubelstraße bis Breite Straße geplant.
Je nach Baufortschritt sind abschnittsweise Vollsperrungen der genannten Straßen möglich. Umleitungen werden beschildert, und Eigentümerinnen und Eigentümer direkt betroffener Grundstücke werden vor Baubeginn individuell über Erreichbarkeiten informiert. Die Stadtwerke bitten für die unvermeidbaren Einschränkungen um Verständnis.
Technik, Versorgung und Klimaziel
Das Fernwärmenetz in Pößneck umfasst derzeit 5,9 Kilometer Trasse. Momentan werden die Kundinnen und Kunden über drei getrennte Wärmenetze versorgt, die lokal in Blockheizkraftwerken betrieben werden. Rund elf Prozent der Haushalte in Pößneck nutzen bereits Fernwärme, vor allem in mehrgeschossigen Wohnblöcken im Gebiet Pößneck-Ost werden viele Haushalte zentral versorgt.
Die Stadtwerke haben bereits ein Konzept vorgelegt, wie die Fernwärme bis 2040 zunehmend aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden kann. Im Rahmen einer geförderten Transformationsplanung werden diese Eckpunkte derzeit in konkrete Maßnahmen und Zeitpläne überführt. Ein Ziel ist die schrittweise Verbindung der bislang getrennten Wärmenetze, um langfristig mehr Haushalte zentral und effizient zu versorgen.
Mitwirken und Informationen
Die Stadtwerke ermitteln weiterhin Stadtgebiete, die sich für eine zentrale Wärmeversorgung eignen. Ergebnisse zur möglichen Ausweitung werden Mitte des Jahres erwartet. Interessentinnen und Interessenten für einen Fernwärmeanschluss können sich über eine digitale Karte informieren und sich als Interessent registrieren, um die Planungen zu unterstützen und frühzeitig informiert zu werden.
Die Stadtwerke betonen die Vorteile der Fernwärme: hohe Betriebssicherheit, keine eigene Brennstofflogistik für Haushalte und die Perspektive auf klimafreundliche Wärmeversorgung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen rund um die Uhr für Betrieb und Instandhaltung der Netze.

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