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Versteckte Studie des BMWK zeigt Wind und Solar als Milliardenmotor für Regionen

29. April 2026

Wind und Solar treiben regionale Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze

Ein intern beauftragtes Gutachten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, das lange kaum kommuniziert wurde, zeichnet ein deutlich anderes Bild der Energiewende als die dominante Kostenrhetorik. Die Analyse, erstellt vom Berlin‑Institut, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und IW Consult, kommt zu dem Ergebnis, dass Windenergie an Land und Photovoltaik bereits heute bedeutende Wirtschaftskraft und Beschäftigung in Regionen erzeugen.

Für 2023 beziffert die Studie die direkte bundesweite Wertschöpfung auf rund 10 Milliarden Euro. Bis 2033 könnte diese Summe auf etwa 21 Milliarden Euro ansteigen. Entscheidend bleibt jedoch, wie viel von dieser Wertschöpfung tatsächlich in den Gemeinden verbleibt. Für 2033 nennt die Kurzfassung ein Mindestvolumen von rund 8,6 Milliarden Euro, in einem Szenario mit stärkerer regionaler Beteiligung wären es rund 10,2 Milliarden Euro.

Auch die Beschäftigungswirkung ist politisch relevant: Rund 51 000 direkte Vollzeitstellen entfielen 2023 auf Wind und Solar; bis 2033 könnten daraus mehr als 100 000 direkte Arbeitsplätze werden. Viele dieser Stellen entstehen lokal im Handwerk, bei Installation, Wartung und Betrieb, besonders bei Dach‑PV und bei regionalen Zulieferern.

Die Studie benennt konkrete Hebel, damit die ökonomischen Erträge vor Ort bleiben: kommunale Beteiligungen, Pachteinnahmen, Gewerbesteuern, Bürgerenergiegesellschaften und lokale Auftragsvergaben. Beispiele aus Kommunen zeigen, wie Einnahmen in Kitas, Straßen, Breitbandausbau oder Schulen investiert werden können und so zugleich die Akzeptanz für Projekte stärken.

  • Wertschöpfung: nachhaltiger regionaler Wirtschaftseffekt mit BIP‑Impulsen
  • Beschäftigung: lokale Handwerks- und Servicejobs bei Installation und Betrieb
  • Politikempfehlung: mehr kommunale und bürgerschaftliche Beteiligung zur Sicherung lokaler Gewinne

Brisant bleibt der Kontext der Veröffentlichung: Medienberichte dokumentieren, dass das Gutachten nur schwer auffindbar auf der Website des Ministeriums war. Eine mögliche Erklärung ist rein formal: Manche Gutachten werden erst bei Online-Stellung abgerechnet, sodass die Veröffentlichung eher ein Abrechnungsschritt als eine kommunikative Initiative gewesen sein könnte. Das erklärt, warum die positiven Befunde bislang wenig beachtet wurden.

Die Studie fordert eine ausgewogenere öffentliche Debatte. Ja, Netze müssen ausgebaut und Systemkosten bedacht werden. Aber die andere Seite der Bilanz fehlt oft: Wind und Solar können Regionen finanziell stärken, Arbeitsplätze schaffen und Standortvorteile auslösen, sofern Politik und Kommunen die Wertschöpfung bewusst sichern.

Fazit: Mit gezielter politischer Gestaltung kann die Energiewende mehr sein als Klimaschutz allein. Sie hat das Potenzial, ein breit getragenes Wohlstandsprojekt zu werden, wenn Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger unmittelbar von den Erträgen profitieren.

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