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Windpark Reetz/Reppinichen: Erneuerbare Energie als Motor für Jobs und Investitionen

11. März 2026

Windenergie als wirtschaftlicher Motor im Hohen Fläming

Während Dörfer altern und Infrastruktur schwindet, setzt ein regionales Projekt auf sauberen Strom als Grundlage für wirtschaftliche Erneuerung. Der geplante Windpark bei Reetz und Reppinichen soll nicht nur Energie liefern, sondern Arbeitsplätze sichern, landwirtschaftliche Betriebe stärken und Gemeinden zusätzliche Einnahmen verschaffen.

Projekt, Zahlen und Wirkung

Das Vorhaben des Landguts Reppinichen sieht 11 moderne Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 73,2 MW vor. Nach Angaben der Projektverantwortlichen entspricht das rechnerisch dem Bedarf von mehr als 50 000 Haushalten und reduziert die CO2-Emissionen um mindestens 73 000 Tonnen pro Jahr. Die Laufzeit ist auf 20 Jahre ausgelegt.

  • 11 Anlagen, 73,2 MW
  • Versorgung für mehr als 50 000 Haushalte
  • Rund 73 000 Tonnen CO2-Einsparung jährlich
  • Geplante Beteiligung der Gemeinden an den Erlösen

Regionale Vorteile

Für Orte wie Wiesenburg/Mark bietet günstiger, lokal erzeugter Strom einen Standortvorteil: Gewerbe und Handwerk orientieren sich zunehmend an Energieverfügbarkeit. Einnahmen aus dem Windpark sollen nach einem Gemeinderatsbeschluss zu 80 Prozent in die angrenzenden Ortsteile fließen, wodurch kommunale Investitionen und Infrastrukturprojekte gestärkt werden können.

Umwelt- und Artenschutz

Der Standort wurde auf Brut- und Rastplätze sensibler Vogelarten, Amphibien und Fledermäuse geprüft. Abstandsvorgaben von mindestens 1 100 Metern zu Wohngebäuden, sowie Maßnahmen zu Schall, Schattenwurf und Eiswurf sind Teil der Planung. Zur Minimierung von Vogelkollisionen soll moderne Technik wie das IdentiFlight-System eingesetzt werden, das gefährdete Arten erkennt und Anlagen bei Bedarf abschaltet.

Projektverantwortliche betonen, dass Technik und Abstandsregelungen ein Miteinander von erneuerbarer Energie und Naturschutz ermöglichen sollen.

Kontroversen und Faktencheck

Die Diskussion in der Region ist lebhaft. Bürgerinitiativen bringen berechtigte Fragen ein und tragen zur Prüfung zusätzlicher Maßnahmen bei. Gleichzeitig kursieren Fehlinformationen, etwa zu angeblichem gesundheitsschädlichem Infraschall oder Mikroplastik durch Rotorabrieb. Fachgutachten zeigen, dass der Abrieb pro Anlage sehr gering ist und im Verhältnis zu alltäglichen Quellen marginal bleibt.

Ein Angebot zur Mitgestaltung

Landwirt und Projektträger sehen den Windpark als Chance zur Gestaltung der Zukunft vor Ort. «Als Landgut Reppinichen sind wir seit Jahrzehnten Teil der regionalen Wirtschaft und wollen mit dem Projekt Arbeitsplätze, landwirtschaftliche Perspektiven und kommunale Einnahmen sichern», sagt Martin Bauer, Geschäftsführer der Landgut Reppinichen GmbH.

Die anstehende Entscheidung ist nicht nur eine technische oder wirtschaftliche, sondern eine politische Frage: Sollen Gemeinden die Transformation nutzen, um vor Ort Wertschöpfung zu schaffen, oder auf Entwicklungen reagieren, die von außen vorgegeben werden? Für viele im Hohen Fläming ist die Antwort klar: aktiv gestalten.

Weitere Informationen zum Projekt, zu Gutachten und Beteiligungsmöglichkeiten werden von den Verantwortlichen in der Region bereitgestellt.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: maz-online.de

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